Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus

 
  • Kommunizieren sie nicht auf eine demütigende, abwertende, anklagende oder bewertende Weise oder in einem harschen Ton.  Dies erzeugt beim anderen ebenso Abwehr.
  • Übertreiben sie nicht. Sie wollen eine kleine Sache ansprechen und machen daraus etwas sehr großes  und wichtiges. Jemand hat vielleicht einen Fehler gemacht, doch sie bauschen das auf, als sei das schon oft passiert und zeichnen dadurch eine falsches Bild.  
  • Drücken sie sich der Situation entsprechend wahrheitsgemäß und verständlich aus und berücksichtigen sie dabei auch die Perspektive, den Hintergrund und das Verständnis des Gegenübers.
 

Kommunikation in einer Langzeitbeziehung

Wenn sie spüren, dass sich zu einem Ihnen nahe stehenden Menschen eine Kluft aufgetan hat, oder es zu einer Entfremdung gekommen ist, leiden gewöhnlich sie und der andere gleichermaßen. Vielleicht leben sie bereits eine ganze Weile mit dieser Situation, wobei sie dann irgendwann den Eindruck gewinnen, sie sei irreparabel.  Sie können natürlich auch so tun, als sei nichts, aber es ist da, wie eine Mauer, die sich zwischen ihnen auftürmt.

Vielleicht denken sie, es sei besser zu warten, bis der andere auf sie zukommt. Aber das geschieht möglicherweise nie. Sie können beginnen, die Kommunikation und Verbindung wieder herzustellen, indem sie sich um aufrichtige mitfühlende Dialoge bemühen. Vielleicht müssen sie sich eine Deadline geben, um damit anzufangen. Sprechen sie aufrichtig von sich, wird der andere davon berührt sein. Möglicherweise wird er es nicht sofort zeigen können, doch wenn sie bei sich bleiben, wird es eine Wirkung zeigen.

 

Literatur

Friedemann Schulz von Thun: Miteinander Reden, Band 1-3

Verena Kast: Vom Sinn der Angst - Vom Sinn des Ärgers

Thich Nhat Hanh: Die Kunst der bewussten Kommunikation